Pressemitteilungen

19. Oktober 2015

Pegida-Jahrestag

Besonnenheit und Vorsicht

Der Deutsche Journalisten-Verband hat Demonstranten und Gegendemonstranten zur Besonnenheit aufgerufen und Journalistinnen und Journalisten, die in Dresden über die Pegida-Demonstration berichten wollen, zur Vorsicht geraten.

Am heutigen ersten Jahrestag der so genannten Pegida-Bewegung rechnet die Polizei mit mehreren Tausend Demonstranten. Zeitgleich organisieren Gegendemonstranten unter dem Motto „Herz statt Hetze“ in der sächsischen Landeshauptstadt einen Sternmarsch zur Innenstadt. Vor dem Hintergrund der zunehmenden Radikalisierung von Pegida-Anhängern rief DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken die Berichterstatter auf, „im eigenen Interesse das Demonstrationsgeschehen besonders aufmerksam zu beobachten“. Er erinnerte an die gewaltsamen Übergriffe auf zwei Journalisten bei der Pegida-Demonstration am 28. September. Die Ereignisse hätten gezeigt, dass die Hemmschwelle zur Gewaltanwendung bedrohlich gesunken sei.

 

Der DJV-Vorsitzende forderte zudem die verantwortliche Polizeiführung auf, alles dafür zu tun, dass Journalisten frei und ungehindert über die Demonstrationen berichten könnten. „Ich hoffe, dass die Einsatzkräfte aus den zurückliegenden Pannen gelernt haben“, sagte er mit Blick auf das passive Verhalten einiger Polizisten bei Drohungen und Attacken gegen Journalisten.

 

 

 

Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit:

Hendrik Zörner

Bei Rückfragen: Tel. 030/72 62 79 20, Fax 030/726 27 92 13